PRESSE SCHLÄFER / SLEEPER (Cannes) OFFICIAL WEBSITE: http://www.heisenberg.info/Film/Schlaefer.htm
NYNEWSDAY.com
BY JAN STUART
STAFF CORRESPONDENT
May 25, 2005
(...) Other festival films also gave a human face to pervasive, post
9/11 fears. In Benjamin Heisenberg's "Sleeper" ("Schlafer"),
a smart and simmering drama from Germany, a newly hired university professor
is wracked by the possibility that an Algerian colleague he has befriended
is a sleeper terrorist. (...)
Tagesspiegel, 20.5.
"Imponierend rund ist "Schläfer" gelungen, der Diplomfilm
des
Münchner Studenten Benjamin Heisenberg. Der junge Biologe
Johannes (eine Entdeckung: Bastian Trost) bespitzelt einen
algerischen Kollegen, den die Polizei als Schläfer verdächtigt. Bald
steht eine junge Frau zwischen den beiden, und schon entwickelt sich
eine feine Psychostudie über Freundschaft, Vertrauen, Neid,
Eifersucht und schließlich Verrat. Sie sind noch so was von jung,
diese Leute. Aber unversehen nehmen sie eine Schuld auf sich, von
der einer wie Wim Wenders ein Leben lang erzählen kann."
BZ:
(...)
Das
deutsche Kino steht gut da, auch mit Benjamin Heisenbergs Debüt
"Schläfer"
(Un Certain Regard): Ein junger Wissenschaftler lässt sich hier
vom
BND als Spitzel anwerben und denunziert einen algerischen Kollegen aus
Eifersucht.
Berliner
Zeitung 20.5.
FAZ:
Beachtliche
Beiträge
Das
deutsche Kino präsentierte sich in Cannes auch in den Nebenreihen mit
einigen
beachtlichen Beiträgen, von denen vor allem „Schläfer” von Benjamin
Heisenberg
und „Falscher Bekenner” von Christoph Hochhäusler Aufmerksamkeit
auf
sich zogen. Die beiden jungen Regisseure gelten hier als Vorreiter eines
neuen
deutschen Kinos, von dem in Frankreich mehr die Rede ist als bei uns.
„Falscher
Bekenner” ist der düsterere der beiden Filme, er erzählt davon,
wie
Armin, der gerade die Schule abgeschlossen hat, in seinem ordentlichen
Elternhaus
an der Fürsorge der Mutter, den Erwartungen der Brüder, der
Ungeduld
des Vaters langsam zu ersticken droht. Armin hat keine Ahnung, was
er
vom Leben will. Er treibt sich auf einer Autobahntoilette herum, wobei
nicht
ganz klar ist, ob alles, was dort geschieht, real ist, er ist
fasziniert
von Unglücksfällen, und er beginnt, Bekennerbriefe an die Polizei
zu
schreiben, obwohl er nichts Unrechtes getan hat, sondern genaugenommen
überhaupt
nichts tut.
Abgründige
Trostlosigkeit
Das
Drehbuch ist zu unklar, als daß eine verständliche und glaubwürdige
Geschichte
sich entwickeln könnte, aber die Szenerie ist von so abgründiger
Trostlosigkeit,
und die Personen (neben Constantin von Jascheroff als Armin
spielen
Devid Striesow und Florian Panzner seine Brüder) werden so real
(wenn
auch nicht sympathisch), daß man Deutschland, wie es sein kann, fast
physisch
zu spüren meint.
Diese
Präzision zeichnet auch Heisenbergs „Schläfer” aus, der eine
Geschichte
von Freundschaft und Bespitzelung zwischen einem deutschen und
einem
iranischen Chemiker erzählt. Wie es sich heute lebt in Deutschland,
das
ist das Interesse dieser beiden Filmemacher, und es ist an der Zeit, daß
die
deutschen Kinogänger die Chance bekommen, sich davon ein Bild zu machen.
FAZ
20.5.
Tirol
Online: 20.5.
Österreich
ist auch in den Nebenreihen bei den 58. Filmfestspielen in Cannes
stark
vertreten. Heute, Donnerstag, feiern die Filme "Schläfer" des jungen
Regisseurs
Benjamin Heisenberg in der Reihe "Un certain regard" sowie
"Instructions
for a Light and Sound Machine" von Peter Tscherkassky in der
"Quinzaine
des Réalisateurs" ihre Uraufführung. In der "Semaine de la
Critique"
waren in den vergangenen Tagen auch die Kurzfilme "Echos" von
Michael
Ramsauer und "Mirror Mechanics" von Siegfried A. Fruhauf zu sehen.
"Schläfer"
ist die Abschlussarbeit des 1974 in Tübingen geborenen Regisseurs
an
der Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) in München und wurde von der
Wiener
coop99 und der Münchner juicy film produziert. Er widmet sich einem
hoch
brisanten Thema - der staatlichen Überwachung von möglicherweise in
terroristische
Aktivitäten verwickelten Ausländern. Heisenberg hat als
Hintergrund
dafür ein wissenschaftliches Umfeld gewählt: Die Freundschaft
zweier
Laborkollegen, die an einem Forschungsinstitut am gleichen Thema
arbeiten,
wird durch die Kontaktaufnahme des Verfassungsschutzes einer
harten
Belastungsprobe ausgesetzt: Johannes (Bastian Trost) soll seinen aus
Algerien
stammenden Kollegen Farid (Mehdi Nebbou) bespitzeln.
Heisenberg
schafft durch seine Geschichte selbst eine Laborsituation, bei
der
er die Reaktion auf den von außen kommenden Druck konsequent nur im
privaten
Rahmen beobachtet. Ist der Keim des Verdachtes erst einmal gelegt,
verändert
sich alles: die Freundschaft der beiden Männer, die Rivalität in
ihrer
Beziehung zur gemeinsamen Freundin (Loretta Pflaum), ihre
Konkurrenzsituation
bei der wissenschaftlichen Arbeit. Unversehens kommt für
Johannes
durch einen tatsächlich verübten Anschlag jedoch die Notwendigkeit,
sich
entscheiden zu müssen zwischen menschlicher Solidarität oder einer
Loyalität
dem Staat gegenüber, die auch persönlich Vorteile verspricht. In
ruhigen,
klaren Einstellungen (Kamera: Reinhold Vorschneider) erzählt
Heisenberg
seine Geschichte; dass er dabei kaum filmische oder
dramaturgische
Mittel einsetzt, um seinem Plot zusätzliche Emotion oder
Dramatik
zu verleihen, dürfte sowohl Zustimmung als auch Ablehnung finden.
Insgesamt
erweist sich "Schläfer" jedoch als intelligenter, sehr achtbarer
Film
zu einem wichtigen Thema.
Der
17-minütige Kurzfilm "Instructions for a Light and Sound Machine"
des
1958
in Wien geborenen renommierten Filmkünstlers Peter Tscherkassky ist ein
schwarz-weißer
Albtraum, bei dem sich ein Westernheld plötzlich im
Schattenreich
der Filmtoten wiederfindet. Dieser "Versuch, einen römischen
Western
in eine griechische Tragödie zu transformieren" (Tscherkassky) ist
eine
ebenso eindrucksvolle und rasante wie für den Betrachter anstrengende
Beschäftigung
mit dem Medium Film, die sicher ihre Fans in der
Avantgarde-Szene
finden wird. Ganz ähnlich auch "Mirror Mechanics" von
Siegfried
A. Fruhauf, dessen acht-minütiger Schwarz-Weiß-Film mit
Verdoppelungen
und Spiegelungen arbeitet. Der Streifen wurde kürzlich mit
dem
"Crossing Europe Award 2005 Local Artists" in Linz ausgezeichnet.
Auch
"Echos"
von Michael Ramsauer, ein 32-Minüter, der drei Freunde bei einem
tragikomischen
gemeinsamen Selbstmordversuch zeigt und gestern seinen
Cannes-Auftritt
hatte, wurde auf der vergangenen "Diagonale" (gleich
zweifach)
ausgezeichnet.
Schon
vor der samstägigen Preisverleihung steht daher an der Côte d' Azur
fest:
Mit dem 2005er-Festivaljahrgang darf das Filmland Österreich
außerordentlich
zufrieden sein.
Von
Wolfgang Huber-Lang/APA
Tirol
Online
Berliner Morgenpost 20.5.
(...)
Wenders war 32, als er seinen ersten Film in Amerika drehte, und das ist
mehr
oder weniger exakt das Alter der anderen deutschen Regisseure in
Cannes.
Betrachten wir die Schauplätze ihrer Filme. Christoph Hochhäuslers
"Falscher
Bekenner" über einen 18jährigen, der sich in anonymen Schreiben zu
Unfällen
bekennt, die er gar nicht verursacht hat, spielt in einer
westdeutschen
Mittelstadt. Benjamin Heisenbergs "Schläfer" ist in München
angesiedelt
und erzählt von einem Forscher, der einen moslemischen Kollegen
für
den Verfassungsschutz ausspioniert. Und Fatih Akins "Crossing the
Bridge"
streift erlebnishungrig durch die quicklebendige Musikszene
Istanbuls.
Nun
sind vier Filme keine repräsentative Menge, und doch stehen sie für
einen
Trend: Eine Generation nach Wenders heißt das Motto des deutschen
Kinos
nicht mehr "Go West, young man", sondern "Look East" -
oder "Sieh dich
daheim
um". Das gilt nicht nur für Schauplätze, sondern auch für Inhalte und
Stile.
Hochhäusler wie Heisenberg beobachten präzise einen bestimmten
Menschen;
hier einen Teenager in der Pubertät, da einen jungen Erwachsenen,
den
Unreife, Eifersucht und die Gelegenheit zum Spitzel werden lassen.
Alle
drei - Hochhäusler, Heisenberg, Akin - fanden in Cannes wohlwollende
Aufnahme.
Doch wäre der Applaus bei Pressevorführungen ein Maßstab für die
Jury,
könnte es Wim Wenders sein, der eine Palme nach Hause mitnimmt - wo
immer
das für ihn sein mag.
Berliner
Morgenpost (20.5.)
Münchner Merkur 20.5.
(...)
Fulminantes
Debüt des Münchners Heisenberg
Um
einsame Männer und ihre Probleme kreisen auch die beiden anderen
deutschen
Filme in Cannes. Sie laufen in der zweiten Reihe, Un Certain
Regard,
und können zwar keine Goldene Palme, aber die Camera d'Or und
verschiedene
Nachwuchspreise gewinnen. "Falscher Bekenner" heißt der von der
französischen
Kritik gefeierte Film von Christoph Hochhäusler. Vorbei an
allen
deutschen Fördergremien haben er und seine Kölner Produktionsfirma
Heimatfilm
einen intensiven Psychothriller gedreht. Er handelt von einem
Abiturienten,
der noch bei den fürsorglichen, aber absolut verständnislosen
Eltern
wohnt und zwischen erfolglosen Bewerbungsgesprächen ziellos in den
Tag
hinein lebt. Ein Porträt der Desorientierung und Identitätssuche. Seinem
Thema
gewinnt Hochhäusler dabei sehr viele humorvolle Seiten ab, sodass man
"Falscher
Bekenner" sogar als zutiefst menschliche Komödie begreifen kann.
Ein
fulminantes Debüt gelingt dem Münchner Filmhochschüler Benjamin
Heisenberg
mit "Schläfer". Auch hier ein junger Mann, der still und
schweigend
einen diffusen Zorn in sich hineinfrisst. Ein Thriller, der
freilich
dadurch etwas genretypischer wirkt, dass der hoffnungsvolle
Chemiestudent
bald vom Geheimdienst angeworben wird. Er soll seinen
arabischen
Freund und Kollegen bespitzeln, der könne ein terroristischer
Schläfer
sein. Es ist der Alltag, der plötzlich zum Drama wird und die
Figuren
zur Katharsis zwingt. Ein kluger Film über Verrat und seine Folgen
und
das kühle, ganz gegenwärtige Bild einer Welt, in der jeder jeden
betrügt.
Gemeinsam ist beiden jungen Regisseuren nicht nur eine im Gegensatz
zu
Wenders auf ihre eigene Welt und Gegenwart gerichtete Neugier und der
Verzicht
auf Vergangenheitsseligkeit. Ihr Stilwille: Diszipliniert und
ökonomisch
erwecken sie den Sinn für feine Unterschiede und genaue
Beobachtung
wieder zum Leben, der in Cannes schon mal verkümmern kann,
obwohl
hier die Zukunft des Kinos liegt.
Kurz
vor Torschluss wird Bilanz gezogen. Für viel Gesprächsstoff sorgte die
außer
Konkurrenz gezeigte Doku: "The Power of Nightmares" des Briten Adam
Curtis.
Der Film erzählt parallel die Geschichte der US-amerikanischen
Neokonservativen
und der Islamisten seit ihrer Geburtsstunde im Kalten Krieg
kurz
nach 1945. Das verblüffende, aber mit vielen Fakten gestützte Fazit:
Die
Al Kaida gibt es nicht! Die Terrorgruppe sei nur eine Erfindung
amerikanischer
Rechtsaußen, die ihren eigenen Weltverschwörungsideen auf den
Leim
gingen. Bush und Co. eigenen Lügen, ähnlich wie Bin Laden.
Nach
einem Wettbewerb ohne Höhepunkte und Überraschungen, aber mit vielen
guten
Filmen gehen Michael Hanekes "Caché" und "L'Enfant" der
Brüder
Dardenne
als Preisfavoriten ins Wochenende - zwei abgründige Filme, die
anhand
privater Geschichten aufs große Ganze zielen.
RÜDIGER
SUCHSLAND
Merkur
20.5.
Standard 21.22./5.
Cannes
- Weiterhin wird Michael Hanekes Thriller Caché zum Favoritenkreis
für
die am Samstagabend verliehene Goldene Palme der 58. Filmfestspiele in
Cannes
gezählt. Ob der Film der Jury um Emir Kusturica tatsächlich
preiswürdig
scheint, ist für seinen internationalen Erfolg nur noch bedingt
von
Bedeutung: Die Verleihrechte sind mittlerweile auch in die USA verkauft.
Es
ist gut möglich, dass Haneke für eine seiner nächsten Produktionen auch
amerikanische
Beteiligungen akquirieren kann.
Aus
österreichischer Sicht kann man nun nur noch erfreut anschließen: Auch
der
Nachwuchs schläft nicht, selbst wenn die jüngste Produktion der Wiener
Firma
Coop 99 den Titel Schläfer trägt. Inszeniert und geschrieben wurde
diese
denkwürdige filmische Novelle zur Verquickung von Liebe, Arbeit und
Politik
vom deutschen Filmemacher Benjamin Heisenberg - und er findet für
ein
fast schon reißerisches Ausgangsthema denkbar unspekulative,
intelligente
Weiterentwicklungen.
In
einem Biolabor soll einer der algerischen Topchemiker (Mehdi Nabbou) ein
verkappter
Terrorist sein. Ein Kollege (Bastian Trost), frisch engagiert und
durchaus
ehrgeizig, lässt sich widerwillig dazu überreden, ihn zu
bespitzeln.
Dass die beiden Männer Freunde, dann aber auch in Liebesfragen
Rivalen
werden, nimmt Heisenberg zum Anlass für Szenen aus einem deutschen
Alltag,
in dem offenbar nicht nur "Verdächtige" ständig observiert werden.
Auf
den Leistungsdruck folgen "entspannende" Ego-Shooter-Spiele am PC,
dabei
verliert
man sich zunehmend selbst aus den Augen. Es kommt im
deutschsprachigen
Kino gegenwärtig viel zu selten vor, dass Arbeits- und
Lebenswelten
so nüchtern und zugleich mit Sinn für prekäre Details
porträtiert
werden.
Fulminant
gestaltete sich auch die Weltpremiere von Instructions for a Light
and
Sound Machine, dem jüngsten Film des österreichischen
Avantgarde-Filmemachers
Peter Tscherkassky. Ein einsamer Gringo -
Ausgangsmaterial
ist Sergio Leones The Good, the Bad and the Ugly - gerät da
auf
dem Schneidetisch des Filmemachers in ständigen Neu- und
Überbelichtungen
in den Showdown seines Lebens/Sterbens.
Es
ist, als würde sich der Held nicht zuletzt in filmischen Schleifen
verfangen,
bis er schließlich in einem Reich der Toten, einem fatalen
Abspann
landet, der ihm doch auch wieder nur "ewiges Leben" garantiert -
demnächst
wieder im Kino . . . Tscherkassky über seinen Film: "Mein Versuch,
einen
Italowestern in eine griechische Tragödie zu transformieren." In der
Quinzaine
des Réalisateurs wurde dieser "Versuch" mit tosendem Applaus
gefeiert. (DER STANDARD, Printausgabe, 21./22.05.2005)
DPA: (Stuttgarter/Mainpost/Schwarzwälder Bote/dreharbeiten.de/www.20-cent.de)
Benjamin
Heisenbergs Thriller «Schläfer» in Cannes
Cannes
(dpa) Der große Effekt bewegt ihn nicht. Für Benjamin Heisenberg,
dessen
Film «Schläfer» in der Reihe «Un certain regard» beim Filmfestival in
Cannes
viele positive Reaktionen bekommen hat, geht es um die leisen Töne
und
die feinen Unterschiede. «Es ist die psychologische Feinmechanik, die
mich
interessiert», sagte der 31- jährige Regisseur der dpa. «Ich will ganz
genau
zeigen, wie sich Menschen in bestimmten Situationen verhalten.»
Aus
den «Schläfer»-Zutaten Terrorangst, Verfassungsschutz, Genforschung und
Liebe
hätte Hollywood einen knalligen Thriller produziert. Der in Tübingen
geborene
Heisenberg aber schafft es, die Geschichte über einen jungen
Münchner
Wissenschaftler, der seinen aus Algerien stammenden Freund und
Kollegen
bespitzeln soll, als hyperrealistisches Psychodrama zu inszenieren.
«Mir
geht es darum zu zeigen, wie sich ein Verdacht und Misstrauen auf die
Beziehungen
auswirken, was Druck und Stress mit den Figuren machen.»
Sein
Film wirkt wie ein guter Roman: Alltagserfahrungen sind exakt
beobachtet,
Verhaltensmuster bis in kleine Gesten hinein präzise
dargestellt,
die Spannung ergibt sich vor allem aus dem inneren Geschehen
der
Charaktere.
Die
Kritiker von «Variety» und «Hollywood Reporter» bewunderten in Cannes
den
«neuen deutschen Realismus», der sich in den Filmen von Heisenberg und
seinem
Münchner Studienfreund Christoph Hochhäusler zeige. Hochhäusler war
mit
«Falscher Bekenner» in der gleichen Festival-Reihe zu sehen. Die beiden
sind
nicht nur als Regisseure aktiv, sondern auch als Herausgeber: Zum
Netzwerk
der jungen Filmemacher gehört seit ein paar Jahren auch die
Filmzeitschrift
«Revolver».
Liberation 20.5.
Un
certain regard. Autour d'un présumé terroriste, un suspens filmé avec langueur.
«Schläfer»,
un soupçon de terreur
Par Gérard
LEFORT
vendredi
20 mai 2005 (Liberation - 06:00)
Schläfer,
de Benjamin Heisenberg (Allemagne), avec Bastian Trost, Mehdi Nebbou... 1
h 40.
ans
le registre de la demi-teinte et du sens murmuré, après Falscher Bekenner de Christoph Hochhäusler, et nonobstant le très vieux
Wenders (lire ci-contre), le jeune cinéma allemand continue à intriguer avec
ce Schläfer («Dormeur») de Benjamin Heisenberg. C'est le nom de
code dont est affublé Farid (Mehdi Nebbou), jeune ingénieur d'origine algérienne
travaillant dans une société de biotechnologie de Munich, soupçonné de fomenter
un attentat islamiste pendant ses heures creuses.
Johannes
(Bastian Trost), jeune universitaire fraîchement recruté dans la même boîte,
est contacté par la police pour tenter de le débusquer. Le film tient dans
la variation de cette relation entre le terroriste supposé et son dénicheur.
Une jeune femme (Loretta Pflaum) s'intercale alors entre les deux hommes devenus
amis et va modifier la donne. Le terroriste est peut-être moins compliqué
qu'on le croit et le mouchard plus qu'il ne le paraît.
Une
histoire à suspense, filmée avec une belle langueur. Johannes vivant avec
sa grand-mère grabataire, Farid écoutant des cassettes d'entraînement à la
relation humaine, une partie de frisbee dans le parc, un club de jeux vidéo,
autant d'apartés étranges qui ne distraient pas de l'intrigue, mais l'augmentent.
Ainsi d'une très réussie scène d'arrestation dont la célérité est contredite
par le regard de son principal témoin, comme congelé par la terreur rampante
qui hante ce quasi-documentaire sur l'intranquillité de nos vies protégées.
Herald Tribune / The New York Times 20.5. – By Manhola Dargis
(...)
Indeed, if the Cannes festival came equipped with tag lines, this year's could
easily be "Out of the Past" (or "Return of the Repressed").
The most notorious example is Lars von Trier's competition film "Manderlay,"
a willfully simplistic look at race in America, set during the early 1930s,
that includes an image of the twin towers in the closing credits. Sept. 11
also haunts films as radically different as the fine German fiction feature
"Schläfer" ("Sleeper"), from the writer and director Benjamin
Heisenberg, and the politically reductive, intellectually facile BBC-produced
documentary "The Power of Nightmares," directed by Adam Curtis.
Curtis's film, which originally appeared
on British television, is showing in a somewhat shorter version here, out
of competition, and has provoked interest from American distributors.
If Curtis's documentary is released in
the United States, it will be sure to ignite debate largely because it draws
parallels between the American neoconservative movement (and one of its gurus,
Leo Strauss) and radical Islamists (represented by the influential Egyptian
writer Sayyid Qutb). One British acquaintance said the documentary had inspired
political rumination among audiences that don't normally focus on such issues.
Although Curtis masticates on some chewy facts, he errs badly in his attempt
to give history such a schematic shape. Among the film's claims is that Islamists
are reacting against Western liberal democracy, when their larger problem
would seem to be the Enlightenment.
Heisenberg confronts the post-Sept. 11
climate with greater success. The story of a young white European scientist,
Johannes, who becomes a colleague of and then an uneasy friend of an Arab
immigrant, Farid, "Schläfer" proves that political films need not
traffic in dogma or sensationalism. The movie - the title evokes the term
"sleeper cell" - hinges on the essential question of how human beings
take moral responsibility. At one point, Johannes tells Farid that everyone
has his reasons, echoing a line from Jean Renoir's 1939 masterpiece, "The
Rules of the Game." One of the most famous lines in cinema, these words
hang over this new film like a rebuke. Everyone has his reasons and, Heisenberg
adds, some are sleeping the sleep of the dead.
By
Manohla Dargis
Aus
Spiegel-online über
Frankfurter
Rundschau, 23.05.2005 Daniel
Kothenschulte
Daniel
Kothenschulte diagnostiziert
nach dem Festival in Cannes, das von etwas angegrauten und vor allem ausschließlich
männlichen Regisseuren bestritten wurde, die "Übermacht der Überväter". Für neue Trends sei aber "zugegeben" auch
nicht die richtige Zeit. Interessantes gibt es in den Nebensektionen, dort
entdeckt er eine neue Lust des Kinos am Mysterium. "Benjamin Heisenberg aus Tübingen, bekannt durch Milchwald, erobert in
"Schläfer"
die Domäne Christian Petzolds: die verhaltene Charakterstudie als Projektionsfläche
für ein politisches Schattentheater.
Ein junger Biologe wird von einer Geheimdienstfrau ermuntert, seinen arabischen
Kollegen zu beschatten. Obwohl Heisenberg seinen Stil faktizistischer Lakonie nicht verlässt, erreicht er eine irritierende Überzeitlichkeit: Die
Agentin scheint mitsamt der alten Staatssicherheit überlebt zu haben - und
der junge Student ist ein Mitläufer, wie es sie schon in noch dunkleren Zeiten in Deutschland gab."
Große
Aufmerksamkeit fanden die beiden jungen deutschen Filmemacher Christoph Hochhäusler
(„Falscher Bekenner“) und Benjamin Heisenberg („Schläfer“) als Repräsentanten
des „neuen deutschen Realismus“ beim internationalen Fachpublikum.
Pforzheimer Zeitung
Screendaily
Sleeper
(Schlafer)
javascript:;Lee
Marshall in Cannes
01
July 2005
http://adserver.adtech.de/?adlink%7C311%7C102554%7C1%7C16%7CAdId=-2;BnId=0;itime=295702522;Dir/scr: Benjamin Heisenberg. Austr-Ger.
2005.100mins.
The
latest co-production involving dynamic Austrian/German directors’ collective
Coop99 (Darwin’s
Nightmare, The Edukators), Sleeper
is an austere, thought-provoking post-9/11 drama about a German scientist
who allows himself to be talked into spying on a North African colleague.
Perhaps
a little too dour and drabbly-shot to reach much of an international audience
outside of festivals, despite its topical terrorist theme, these two co-production
territories should generate respectable but not buoyant arthouse trade.
Elsewhere
it may fall victim to its own greyness, its relentless hammering home of the
moral desertification of the world inhabited by its weak and troubled central
character. It played in Un Certain Regard at Cannes.
The
film’s main theme is the way a culture of suspicion, deliberately fostered
by the state, can persuade an apparently ethical man to do an unethical thing.
In fact, it is precisely because he has the right motives, because he is “one
of the good guys”, that young research scientist Johann Merveldt (Bastian
Trost) is contacted by a German secret service agent who believes that his
Algerian colleague, Farid Madani (Mehdi Nebbou, who looks like a Maghrebi
Jeff Goldblum), may be involved with an Islamic terrorist group.
At
first he refuses indignantly, but his attitude towards Farid begins to change.
The uneasy friendship between the two is complicated by the fact that they
are both working on the same virology project at the University, and they
are both rivals for the love of Beate (Loretta Pflaum, who looks like a female
Keanu Reeves) – a waitress who Johann met first, but who ends up embarking
on a relationship with Farid.
The
tension behind the two men’s laddish camaraderie is well-conveyed – it comes
out in the shoot-em-up computer games they play, in a go-kart race that gets
serious, and in departmental jousting over which of the two should be credited
for the results of a research paper. Farid wins out almost every time and
Johann finds that, against his better judgement, he has turned into an informer.
Last
seen in Aimee And Jaguar, Bastian Trost turns in a nuanced performance as
a man discovering that his convictions are not as solid as he had assumed,
and letting professional and emotional slights push him into a kind of self-wounding
desire to embrace cowardice (the moral paralysis which he sinks into is well-conveyed
in a scene where he betrays his friend by saying nothing).
Visually,
the film shuns prettiness, filming lab interiors under a cold light and exteriors
under grey Munich skies; even parks are de-romanticised by becoming the venues
for Johann’s first meeting with the secret services, and for his first real
stand-off with Farid – an innocent frisbee game that almost degenerates into
a brawl.
An
edgy, occasionally jarring modern classical soundtrack further ups the tension.
But the script keeps letting the tension drop just when it shouldn’t – as,
for example, in the scene of Johann’s first proper secret service interrogation.
And though the film’s bleak ending is perfectly in keeping with the mood of
the whole exercise, it doesn’t provide the narrative or emotional closure
that we’re looking for.
Production
companies
Coop99 Filmproduktion
Juicy Film
International
sales
Austrian Film Commission
Producers
Barbara Albert
Martin Gschlacht
Jessica Hausner
Antonin Svoboda
Peter Heilrath
Cinematography
Reinhold Vorschneider
Production
design
Renate Schmaderer
Editor
Stefan Stabenow
Karina Ressler
Music
Lorenz Dangel
Main
cast
Bastian Trost
Mehdi Nebbou
Loretta Pflaum
Gundi Ellert
Wolfgang Pregler